Anforderungsbereiche und Niveaustufen – wie ist das zu verstehen?

Anforderungsbereiche

Die Niveaustufen beschreiben den Umfang, die Komplexität oder Schwierigkeit eines Themas oder auch einer Schulart.

  • Ein Schüler oder Lehrer wählt für eine Buchpräsentation z.B. ein Jugendbuch von Enid Blyton, während der andere den “Werther” bearbeitet.
  • Die Niveaustufen beschreiben sowohl das Lernen, als auch das Vermitteln von Wissen.

Mit den Anforderungsbereichen ist die Durchdringungstiefe gemeint, die der Bloomschen Taxonomie folgt. Die Operatoren der einzelnen Fachpläne beschreiben die Anforderungsbereiche näher.

  1. Anforderungsbereich 1: Reproduktion von Wissen
  2. Anforderungsbereich 2: Anwendung von Wissen
  3. Anforderungsbereich 3: Beurteilung und Analyse auf Grundlage von Wissen

In jeder Niveaustufe kann das Erkennen, Anwenden und Beurteilen von Wissen stattfinden.

Die Grundbegriffe der Plattentektonik abfragen, die Grundbegriffe an  Modellen lernen lassen, mögliche Szenarien der Plattenbewegungen (z.B. San Francisco) beschreiben lassen und Lösungsmöglichkeiten diskutieren.

 

 

Allgemeine Leitperspektiven Jahrgangsübergreifend, altersentsprechend fachspezifisch, „an die Fachdidaktiken angebunden“

  1. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Befähigung zur verantwortungsvollen und aktiven Gestaltung einer zukunftsfähigen Welt;
  2. Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt (BTV) Befähigung zu Toleranz und Akzeptanz von sowie zum diskriminierungsfreien Umgang mit Vielfalt in personaler, religiöser, geschlechtlicher, kultureller, ethnischer und sozialer Hinsicht
  3. Prävention und Gesundheitsförderung (PG) Stärkung der Persönlichkeit durch die Förderung eines sozial kompetenten und gesundheitsbewussten Umgangs mit sich selbst und anderen.
  4. Themenspezifische Leitperspektiven Fächerübergreifend, jahrgangsspezifisch sowie fachdidaktisch begründet werden berücksichtigt
  5. Berufliche Orientierung (BO) Unterstützung und Vorbereitung von tragfähigen, begabungs- und entwicklungsgerechten Entscheidungen und Weichenstellungen für kommende Berufswege sowie für lebenslanges Lernen;
  6. Medienbildung (MB) Befähigung, Medien sinnvoll auszuwählen, das Medienangebot kritisch zu reflektieren, die Medien verantwortlich zu nutzen sowie die eigene mediale Präsenz selbstbestimmt zu gestalten
  7. Verbraucherbildung (VB) im Sinne einer Reflexion und Entwicklung eines verantwortungsbewussten Konsumentenverhaltens

Standardstufe bedeutet:

  1. Verbindliche inhaltsbezogene Kompetenzen nach Klasse 2
  2. Verbindliche inhaltsbezogene Kompetenzen nach Klasse 4
  3. Verbindliche inhaltsbezogene Kompetenzen nach Klasse 6
  4. Verbindliche inhaltsbezogene Kompetenzen nach Klasse 9
  5. Verbindliche inhaltsbezogene Kompetenzen nach Klasse 10

Leitgedanken sind fachspezifisch und stehen im Bildungsplan vor den Fächern


Prozessbezogene Kompetenzen:

Fertigkeiten, Fähigkeiten, Methodenrepertoire, Arbeitstechniken, um die inhaltsbezogenen Kompetenzen erreichen zu können – nach Fach unterschiedlich

Inhaltsbezogene Kompetenzen:

Fachinhalte


Niveastufe G

Operatoren sagen, was der Schüler tun soll ( z.B.: Ich kann benennen, vergleichen, …. erklären, = handlungsleitende Verben)

Niveastufe M

Operatoren sagen, was der Schüler tun soll ( z.B.: Ich kann benennen, vergleichen, … erklären,= handlungsleitende Verben)

Niveastufe E

Operatoren sagen, was der Schüler tun soll ( z.B.: Ich kann benennen, vergleichen, … erklären = handlungsleitende Verben)


Abkürzungen

  1. P: Verweis auf prozessbezogne Kompetenzen
  2. I: Querverweis auf inhaltsbezogene Kompetenzen
  3. F: Verweis auf andere Fächer
  4. L: Verweis auf Leitperspektiven

Abschlüsse

Haupt-/ Werkrealschule:

  1. Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder 10
  2. Werkrealschulabschluss nach Klasse 10

Realschule:

  1. Mittlere Reife nach Klasse 10
  2.  Hauptschulabschluss nach Klasse 9

Gemeinschaftsschule:

  1.  Abschlussprüfungen finden entsprechend der Schulart und der MVO statt.
  2. Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder Klasse 10 auf Grundlage von Niveaustufe G
  3. Mittlere Reife nach Klasse 10 auf Grundlage von Niveaustufe M
  4. Weiterer Besuch eines allgemeinbildenden Gymnasiums auf Grundlage von Niveau E von Klasse 10 GMS nach Klasse 10 Gymnasium